Zwischen Fachgeschäften für “sexy” Umstandsmode und Umhängetaschen-Tauschdeckel gibt es im Helmholtzkiez auch einen Mode-Laden für meinen Geschmack. Schade nur, dass ich keine Frau bin, denn der EIGHT STORE in der Lettestraße (Ecke Lychener Straße) ist in Sachen Street- und Club-Fashion für Mädels meiner Meinung nach eine der ersten Adressen im Prenzlauer Berg.
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Achtung: Dies ist kein Wahlwerbeartikel für die SPD oder Herrn Thierse. Jedoch bot die Wahlwerbeveranstaltung der SPD auf dem Berliner Helmholtzplatz am gestrigen Samstag, auf der auch das obige Foto entstand, den Rahmen für folgende Begebenheit.
Nach einem kleinen Einkaufsbummel mit einer Freundin schlenderten wir über Helmholtzplatz und besagte Veranstaltung der SPD. Dabei kam uns eine junge Familie in der Kombination Mutter, Vater und Kleinkind im modernen Buggy-Kinderwagen entgegen. Natürlich steuerte Vati, wie immer am Wochenende. Soweit noch nicht ungewöhnlich für die Gegend, sondern eher symptomatisch.
Der kleine Racker war vermutlich so ungefähr ein Jahr alt und hatte ohne Scheiss ein schwarzes iPhone in den saberigen Händen. Leider konnte ich Modellreihe (3G oder 3G-S) sowie Speicherkapazität in der Eile nicht erkennen und es war auch keine Zeit für ein Foto. Meine Begleitung schaute mich ungläubig an und fragte, ob ich das auch gerade gesehen habe. Ich hatte.
Vermutlich versuchen die Eltern den Kleinen schon früh an Technik und Telekommunikation heranzuführen. Quasi als perfekte Ergänzung zum chinesischen Kindermaedchen. Dann kann die Göre mit 2 nicht nur fließend Mandarin sprechen, sondern dies auch direkt mit seinen internationalen Business-Freunden am anderen Ende der Welt tun. Es würde mich nicht wundern, wenn bei dem einen oder anderen Berliner Frauenarzt in diesem Zusammenhang schon bald erste Anfragen eingehen. Stichworte: je früher, je besser, prenatal und intravaginal.
Herr Thierse fuhr mir übrigens permanent um die Beine und hörte nicht auf zu winken.
Soeben ist ein großer Teil meines Weltbildes zusammengebrochen. Bisher dachte ich, die MÜTTER im Prenzlauer Berg gründen ihren Maximalanspruch in den Punkten Kinderanzahl, -erziehung, -anziehung, -ernährung etc. einzig auf dem ihnen eigenen süddeutsch geprägten Wertekanon. Gut, auch das Vorzeigen der eigenen Lendenfrucht, i.d.R. benannt a la Torben-Maximilan (ggf. noch ergänzt um die Vornamen der Großeltern), als gleichwertiges Statussymbol zu 50 lfd. Metern Bücherregal oder einem gepflegten Mittelklassekombi, hatte ich bisher als Motivation für den Übermutteranspruch angesehen.
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