
15.05.2010 – Junimond – hinter der Mainstage in Halle 2

Ich habe einen Plünderungsstopp erlassen. Auch wenn die Heerführer der Basken nicht gerade glücklich darüber sind und glauben, dass Rom als Erster alle Schätze an sich reißen will, liegt mir nichts ferner. Den Goldschatz, der in diesen Mauern verborgen sein soll, halte ich für einen Mythos und selbst wenn, sollen die Männer sich doch eine kleine Belohnung gönnen. Meine Gedanken gelten den letzten Worten des Bischofs und der stummen Akzeptanz seiner Gefolgschaft im Angesicht des sicheren Todes.

Als Support wird SOUTHERLY (US) dabei sein. Das wird schön. Also kommt vorbei am Samstag im Projekt 7 in Magdeburg.
Mehr Informationen und Hörproben gibt es unter:
Kevin Devine @ mspc
southerly @ mspc
rodeoclub.de
projekt7.org

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Am 12.02.2010 feiern wir (der RodeoClub und pop10 live) mit Euch den 5. Geburtstag unserer Rock ‘N’ Roll Highschool-Party in der Feuerwache Magdeburg.

Wieder eine Nacht vorbei. Wieder traumlos und wieder eine Stunde früher wach. Marek war gestern zur Sicherheit erst um eins ins Bett gegangen um seinen Großstadtrhythmus nicht zu verlieren. Aber nun, sechs Stunden später, war er hellwach und wartete auf den Sonnenaufgang. Eigentlich wartete er mehr darauf, dass es hell wurde, denn auch heute hatten die Wolken ihre himmlische Machtstellung nicht aufgegeben. Mit Heike war man gestern so verblieben, dass man Günther am Abend zur Rede stellen wollte, sofern dieser nicht noch länger in der Stadt blieb.

Der “Brooklyn Boy” Kevin Devine tritt am Sonntag (13.12.2009) ab 19:00 Uhr im Privat Club in Berlin Kreuzberg auf. Als Support ist Chikan aus Schweden mit dabei.

Heike musste sich kurz sammeln. Die Erinnerung an das Ereignis hatte sie beinahe so stark mitgenommen, wie die beiden Zuhörer.
„Sie sagte, sie wisse, dass sie eine alte Frau sei und wohl nicht mehr viele Tage auf dieser Welt habe. Aber ihr Sohn solle ihr hier und jetzt schwören, dass er sie nicht in der Erde der Purziner Kirche beisetze. Günther verstand nicht ganz, was sie ihm sagen wollte. Er war immer noch zu aufgewühlt.

Die Gedanken waren schwer und ungeordnet. Aufrecht im Bett sitzend schaute Marek aus dem Fenster auf den wolkenverhangenen Himmel. Ab und an wanderte sein Blick argwöhnisch zu dem schwarzen Notizbuch, das nun auf dem Tisch lag, fast so als könnte sein Geist jetzt ausradieren, was er zwei Stunden zuvor ohne sein Zutun geschaffen haben musste. In der dieser Situation hätte er mit Allem gerechnet – auch dass das Buch plötzlich aufspringen und nach ihm schnappen könnte. Er schaute auf den Wecker. Ein Uhr. Marek rutschte in seinem Bett nach unten und begann den Kopf so weit unter die Decke zu ziehen, dass nur noch die Nasenspitze draußen nach Luft suchen durfte. So würde er jetzt verweilen bis ans Ende aller Tage. ‚Das ging schon in Ordnung’, dachte er sich.
Eigentlich wollte ich ja über Volcan Flamingo schreiben, einem neuen Band-Projekt von Zach Condon // Beirut, Tim Kingsbury // Arcade Fire, Josh Todd // Bark Cat Bark und Julian Koster // Neutral Milk Hotel, von dem ich heute morgen gelesen hatte. Das klang toll, war aber scheinbar leider ein Fake. Darum an dieser Stelle nur eine kurze Vorstellung von Bark Cat Bark.
Bark Cat Bark ein Projekt von Josh Todd, auf dessen Facebook-Seite ich auch die Fake-Ankündigung zu Volcan Flamingo gelesen hatte. Wie es eigentlich zu der Fake-Meldung kam, könnt ihr hier nachlesen.
Musikalisch würde ich BCB am ehesten der Neoklassik à la Ólafur Arnalds zuordnen. Obwohl einige der Songs auch wesentlich buntere Instrumentierungen und Strukturen aufweisen. So klingt die Musik auch gern mal nach einem Spaziergang an der Seine in der sommerlichen Abendsonne.
Aber macht euch selbst ein akustisches Bild.

Vorbei und wie nie da gewesen erschien die Sonnigkeit der letzten zwei Tage, als Marek sich um acht aus dem Bett schälte. Hatte sich nach so kurzer Zeit wirklich schon sein Rhythmus verschoben? Normalerweise ging er nicht vor drei ins Bett und folglich bekam ihn auch vor Zwölf keiner zu Gesicht. Das Wetter lud auf jeden Fall zum im Bett bleiben ein. Graues Blei zog sich träge über den Himmel. Ab und an zerzauste eine Böe die kirchlichen Pappeln und Bäcker Ralesch hörte man nach jedem Kunden rufen „Tür zu!“. Bei dem Gedanken an seine Ausflugspläne dache Marek: “Wenn sein Brot so kräftig ist wie seine Stimme und sein Teig so sauer wie sein Humor, mache ich mir keine Sorgen um meinen Proviant.”