thesixtyone.com – ich will spielen
Wer sich online mit Musik auseinandersetzen will, der hat dank unzähliger E-Zines, Blogs und Webseiten hierzu einen riesigen, unüberschaubaren sowie niemals versiegenden Informationsvorrat zur Verfügung. Eine dieser Quellen ist die Seite THESIXTYONE.COM oder kurz T61.
Diese Seite begeistert mich schon seit mehreren Monaten, ohne dass sich Ermüdungserscheinungen einstellen. Aus diesem Grund will ich ihr nachfolgend ein kleines Loblied singen.
Wer anderen gern zeigt was er so hört und wissen will was die musikalischen Nachbarn so hören, der benutzt LAST.FM. Wem eher danach ist, zu wissen was andere über den eigenen Geschmack denken, der postet seine Lieblingssongs bei BLIP.FM. Ständig aktualisierte Stimmungen aus der Blogwelt mit Radiofunktion fängt der Metablog HYPEM.COM ein. Stimmungs-, Genere- und VÖ-Zeitraum bezogenes Radio zum selbst bauen findet man bei MUSICOVERY.COM. Muss da ein Account bei T61 wirklich noch sein ? Entscheidet selbst.
T61 ist eine Plattform zum Entdecken von Songs, Radio hören, Musik bewerten und für Downloads. Die Künstler entscheiden selbst, ob die Songs etwas kosten oder frei sind. Wirklich besonders an T61 ist, dass das ganze mit einer Art Spiel verbunden ist. Darauf kann man sich einlassen, muss man aber nicht. Später mehr dazu.
Grundsätzlich gibt es bei T61 zwei Arten von Accounts, einen für Hörer und einen für Künstler. Der Künstler-Account ermöglicht Song-Uploads. Dabei entscheiden die Künstler selbst, ob und zu welchen Konditionen die Songs zum Download angeboten werden und welche Lizenzart (z.B. CreativeCommons) dabei zum Einsatz kommen soll.
Hörer können sich die neusten Uploads anhören, nach Songs oder Künstlern suchen, in verschiedenen Kategorien stöbern, Profile anderer Hörer abonnieren, deren Radio anhören, nach Genres und Stimmungen sortiert hören sowie die gehörten Songs kommentieren und bewerten. Das Bewertungsystem basierte ursprünglich auf so genannten Bumps. Mittlerweile sind die Bumps aber in Herzen umbenannt. Jedem Hörer steht pro Tag eine bestimmte Anzahl an Herzen zur Verfügung, die er auf Songs aufteilen kann. Pro Song gibt es dabei für jeden Hörer eine Obergrenze (max hearts) die nicht überschritten werden kann. Sind die Herzen eines Tages verbraucht, kann man sich z.B. durch das Hören von seit längerm online befindlichen Songs mit wenigen Herzen (the rack), den eigenen Vorratan Herzen wieder auffrischen.
Die Verteilung der Herzen ist bereits Teil des Spiels, wenn man es denn spielen möchte. Für die geherzten Songs bekommt der Hörer Reputationspunkte. Die Anzahl der Reputationspunkte hängt davon ab, wie früh ein Song geherzt wird und wieviele Herzen der Song anschließend noch von anderen Hörern bekommt. Je eher ein Song mit Herzen versehen wird, desto mehr Reputation bekommt man dafür. Mit steigender Reputation steigt der User in höhere Levels auf, bekommt mehr Herzen je Tag und einen höherem MaxHearts-Wert. Ob die Reputation der anderen Hörer auch mit in die Berechnung der Reputation die jemand für einen Song bekommt einfließt, ist mir nicht klar. Anhand der Anzahl der Herzen können die Künstler sehen, wie beliebt ihre Songs sind.
Erweitert wird der Spielgedanke hinter T61 durch so genannte Quests. Das sind Aufgaben die man erfüllen kann, um sich extra Herzen und Reputation zu verdienen. Beispiel für ein Quest ist beispielsweise die Aufgabe “Night Owl” wobei zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr eine bestimmte Anzahl von Songs gehört werden muss. Die Quests helfen einem auch dabei die Möglichkeiten der Seite zu entdecken. Neben den Quests gibt es noch Achievements. Diese ergeben sich i.d.R., z.B. durch das Erreichen einer bestimmten Anzahl an gehörten Songs, von ganz allein.
Die auf T61 angebotene Musik ist meist nicht so bekannter Natur. Es sind aber auch einige meiner Lieblingskünstler dort vertreten. Exemplarisch enannt seien an dieser Stelle OLAFUR ARNALDS, DIGITALISM, BAND OF HORSES und ARCADE FIRE.
Der Hauptnutzen für mich liegt bei T61 aber dann doch bei der -zumindest mir- unbekannten Musik. Natürlich sind darunter eine Menge schlechter Aufnahmen und teilweise auch schlechte Songs, aber es gibt auch wahre Perlen. Neu für mich entdeckt habe ich dort u.a. TOY HORSES und BUILD FOR THE SEA.
Irgendwie hat das ganze auch eine persönliche Komponente, denn oft bekommt man nach dem herzen eines Songs oder dem Erwerb eines Albums per Pinnwandeintrag ein Dankeschön der Künstler.
Lt. Aussage von T61 lohnt es sich auch für Künstler ihre Songs über T61 anzubieten. Gegenüber iTunes und Co. zahle man den Künstlern wesentlich höhre Anteile am Kaufpreis aus.
Mein Fazit: The SixtyOne ist ein tolle Webseite um neue Musik zu entdecken mit großem Suchtpotential.
Das könnte Dich auch interessieren:Ich liebe TheSixtyOne. Ständig entdecke ich dort tolle neue Musik für mich. Diesmal hat es mir ein Cover des Billy Bragg Klassikers A New England angetan. Die Version stammt von The Way It Is und läuft...
Eigentlich wollte ich ja über Volcan Flamingo schreiben, einem neuen Band-Projekt von Zach Condon // Beirut, Tim Kingsbury // Arcade Fire, Josh Todd // Bark Cat Bark und Julian Koster // Neutral Milk...
Soeben ist ein großer Teil meines Weltbildes zusammengebrochen. Bisher dachte ich, die MÜTTER im Prenzlauer Berg gründen ihren Maximalanspruch in den Punkten Kinderanzahl, -erziehung, -anziehung, -ernährung...




hausmannskost. schreibt am 11. Oktober 2009 um 03:02
W/S/B – A New England – Billy Bragg vs. The Way It Is…
Ich liebe TheSixtyOne. Ständig entdecke ich dort tolle neue Musik für mich. Diesmal hat es mir ein Cover des Billy Bragg Klassikers A New England angetan. Die Version stammt von The Way It Is und läuft bei mir jetzt schon seit ca. 60 Minuten im Single-…