Simian Mobile Disco – Temporary Pleasure
Künstler: Simian Mobile Disco
Titel: Temporary Pleasure
Label: Wichita, Cooperative/Universal
Genre: Electro
VÖ: 14. August 2009
Website: www.simianmobiledisco.co.uk
Eine Plattenkritik
Bei dem Namen Simian Mobile Disco kommen einem fast zwangsläufig ihre 2007/2008er Floorfiller It’s The Beat und Hustler vom Album ”Attack Decay Sustain Release” in den Sinn. Tolle, unglaublich tanzbare Songs. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, was das aktuelle Album “Temporary Pleasure” zu bieten hat. Nachfolgend meine Meinung dazu.
Schon beim ersten Mal ist “Temporary Pleasure” unglaublich eingängig und problemlos am Stück durchhörbar. Dass ich bei keinem Song einen Skip-Impuls hatte ist für ein erstes Hören bei mir eigentlich ungewöhnlich und spricht für sich bzw. für SMD. Seit ich das Album habe läuft es dann auch quasi in der “heavy rotation”. Egal ob daheim, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen, es passt so ziemlich überall. Einzig von der Clubtauglichkeit konnte ich mich bisher noch in natura nicht überzeugen, was aber vor allem daran liegt, dass ich seit längerer Zeit fast ausschließlich an rein elektronischen Tanzspektakeln teilnehme.
Der Song “Audacity Of Huge” hat definitiv das Potential die Indie-Tanztempel der Republik zum glühen zu bringen. Ebenfalls extrem tanzbar, aber auch ein ganzes Stück elektrischer, sind “10.000 Horses Can’t Be Wrong” und “Ambulance”. “Synthesise” kommt etwas avantgardistisch daher, brennt sich aber auch in den Kopf.
Tracklist zu: Temporary Pleasure (Standardversion)
1. Cream Dream (featuring Gruff Rhys)
2. Audacity Of Huge (featuring Chris Keating von YEASAYER)
3. 10.000 Horses Can’t Be Wrong
4. Cruel Intentions (featuring Beth Ditto von GOSSIP)
5. Off The Map (featuring Jamie Lidell)
6. Synthesise
7. Bad Blood (featuring Alexis Taylor von HOT CHIP)
8. Turn Up The Dial (featuring YOUNG FATHERS)
9. Ambulance
10. Pinball (featuring TELEPATHE)
Allein die Namen der mitwirkenden Künstler, z.B. Beth Ditto von GOSSIP, Alexis Taylor von HOT CHIP oder Jamie Lidell deuten darauf hin, dass die Songstrukturen stark variieren. Dem ist auch so. Nicht zuletzt durch die jeweiligen Gastkünstler schieben sich die Songs zwischen den Genres Indie, Electro und Avantgarde hin und her. Die Klassifizierung des Albums in das Genre Electro ist deswegen auch eigentlich ein wenig zu kurz gegriffen.
Das Cover stellt eine Seifenblase mit Lichtreflektionen dar und ist somit eher minimalistisch gehalten. Ich finde es durchaus zum Inhalt passend. Außerdem bin ich eh ein großer Freund der Seifenblase und gehe am Wochenend nur selten ohne mein Pustefix vor die Tür.
Fazit: Ein tolles Album, das nicht so schnell langweilig werden wird und mit hochkarätigen Gastauftritten glänzt. Von meiner Seite gibt es eine klare Kaufempfehlung.
Hörproben:
Mitglieder der Band:
James Ellis Ford, James Anthony Shaw
Alben:
2009: Temporary Pleasure
2008: Sample And Hold: Attack Decay Sustain Release Remixed
2007: Attack Decay Sustain Release
musikalische Nachbarn:
Boys Noize | Busy P | Digitalism | Justice | MSTRKRFT | The Presets | Tiga
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