Szenen aus der Mittelschicht – Das babyPhone

geschrieben von am Sonntag, 20. September 2009 | abgelegt unter: macken
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Wolfgang Thierse @ HelmholtzplatzAchtung: Dies ist kein Wahlwerbeartikel für die SPD oder Herrn Thierse. Jedoch bot die Wahlwerbeveranstaltung der SPD auf dem Berliner Helmholtzplatz am gestrigen Samstag, auf der auch das obige Foto entstand, den Rahmen für folgende Begebenheit.

Nach einem kleinen Einkaufsbummel mit einer Freundin schlenderten wir über Helmholtzplatz und besagte Veranstaltung der SPD. Dabei kam uns eine junge Familie in der Kombination Mutter, Vater und Kleinkind im modernen Buggy-Kinderwagen entgegen. Natürlich steuerte Vati, wie immer am Wochenende. Soweit noch nicht ungewöhnlich für die Gegend, sondern eher symptomatisch.

Der kleine Racker war vermutlich so ungefähr ein Jahr alt und hatte ohne Scheiss ein schwarzes iPhone in den saberigen Händen. Leider konnte ich Modellreihe (3G oder 3G-S) sowie Speicherkapazität in der Eile nicht erkennen und es war auch keine Zeit für ein Foto. Meine Begleitung schaute mich ungläubig an und fragte, ob ich das auch gerade gesehen habe. Ich hatte.

Vermutlich versuchen die Eltern den Kleinen schon früh an Technik und Telekommunikation heranzuführen. Quasi als perfekte Ergänzung zum chinesischen Kindermaedchen. Dann kann die Göre mit 2 nicht nur fließend Mandarin sprechen, sondern dies auch direkt mit seinen internationalen Business-Freunden am anderen Ende der Welt tun. Es würde mich nicht wundern, wenn bei dem einen oder anderen Berliner Frauenarzt in diesem Zusammenhang schon bald erste Anfragen eingehen. Stichworte: je früher, je besser, prenatal und intravaginal.

Herr Thierse fuhr mir übrigens permanent um die Beine und hörte nicht auf zu winken.

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