Essenz – Tag 8 – Samstag – 3. Teil

Etwas Ungewöhnliches beschäftigte den erfahren Arzt seit dem er angefangen hatte die Berichte der Nachtschicht durchzugehen. Laut Protokoll spielten die Werte des Herrn Korsak in Zimmer acht gegen 22 Uhr völlig verrückt. Der Puls ging auf unter zwanzig zurück, aber der Blutdruck stieg auf das fast Dreifache des normalen Wertes. Die Sauerstoffsättigung lag bei unter 60%, aber während der ganzen zehn Minuten bis zur Stabilisierung des Patienten trat keine sichtbare Zyanose zum Vorschein. Dr. Schureck hatte nach den Unterlagen zu urteilen seine liebe Not damit die Gefäße zu erweitern und den Blutdruck zu senken, bevor ernsthafte Schäden eintreten konnten. Erst eine beachtliche Menge an Epinephrin und Glyceroltrinitrat schien das Problem in den Griff bekommen zu haben.
„War bestimmt ’ne aufregende Nacht, Herr Kollege“, murmelte Dr. Lötzsch zu sich selbst und nahm einen Ausdruck zur Hand, der dem Bericht beilag. Dr. Schureck hatte vorsorglich ein neues Blutbild angefordert um eine Infektion auszuschließen. Der Infektionstest war negativ, aber der Ausschlag bei den Betäubungsmitteln war enorm. Der Laborant hatte darauf hin scheinbar selbstständig eine Klassifizierung durchgeführt und die Substanz als Opiorphin, ein körpereigenes Narkotikum identifiziert.
„Bei dieser Menge wäre der Mann auf jeden Fall glücklich gestorben.“, brummte Dr. Lötzsch und überflog den weiteren Bericht. Anscheinend hatten sich die Attacken noch zweimal wiederholt, so dass beim dritten Mal sogar reanimiert werden musste.
‚Könnte ein neurologischer Schaden durch den Sauerstoffverlust sein.’, überlegte der Arzt. ‚Ich werde mir mal ein paar Minuten für die Frau nehmen. Die muss ja nach der Nacht völlig fertig sein.’
Helene stand im Flur der Station und starrte aus dem Fenster. Dr. Lötzsch hatte Mühe sie aus ihrer Welt zurückzuholen. Schließlich drehte sich ihm ein ausdrucksloses Gesicht zu, welches vergeblich versuchte der Aufmerksamkeit des Arztes mit einem Lächeln zu danken.
‚Ein Windstoß könnte sie umwerfen. Sie ist völlig verwelkt.’, dachte sich Dr. Lötzsch und besann sich schnell seiner beruflichen Distanziertheit.
„Hallo, Frau Korsak. Wie geht es Ihnen heute Morgen?“
Ein weiteres Lächeln verband das angedeutete Nicken zu einer herzzerreißenden Geste, der jedes Wort überflüssig gewesen wäre.
„Ich habe gehört, Ihr Mann hatte eine schwere Nacht. Sie sollten Ihren Sohn kommen lassen, damit er Sie nach Hause fährt. Legen Sie sich bitte ein wenig hin.“
Eine leise Stimme erhob sich: „Danke, aber ich bin nicht müde. Mein Sohn kommt heute Nachmittag und nimmt mich mit zurück. Unser Pfarrer hält morgen eine Andacht für meinen Mann und da möchte ich nicht so verheult aussehen. Er war extra gestern hier und hat es mir persönlich gesagt. Es war eine Idee meines Sohnes, wissen Sie? Er ist ein guter Junge.“
Helene wand sich wieder dem Fenster zu. Dr. Lötzsch führ fort: „Da bin ich mir sicher, Frau Korsak. Sagen Sie, ist Ihnen an ihrem Mann vor den Geschehnissen der letzten Nacht irgendetwas aufgefallen? Hatte er vielleicht auf Sie reagiert oder haben die Geräte sich irgendwie merkwürdig verhalten, ohne dass wir es bemerkt hätten?“
Helene brauchte nicht nachzudenken. Jedes noch so kleine Zeichen von Heinz hätte ihr das Herz geöffnet, doch so konnte sie nur den Kopf schütteln.
„Wissen Sie, wir untersuchen noch die Berichte und es wäre sehr hilfreich, wenn Ihnen irgendetwas einfällt, was wir vielleicht übersehen haben könnten? Hatte er denn noch anderen Besuch?“
„Wie gesagt war Pfarrer Bernd gestern Nachmittag hier. Er blieb bei meinem Mann, als ich mal auf die Toilette musste und betete für ihn. Das ist zwar albern, weil mein Mann davon nichts hält. Sie wissen schon – von diesem ganzen Kirchenkram und so und ich bin ja auch weder getauft noch besonders gläubig. Aber es spendet mir doch irgendwie Trost zu spüren, wie andere Menschen um meinen Heinz besorgt sind.“
„Das verstehe ich gut“, sagte Dr. Lötzsch. „Kam denn sonst noch Besuch? Die heutige Wissenschaft weiß zwar schon viel, aber wie viel genau ein Patient, wie Ihr Mann, von seiner Umwelt wahrnimmt ist immer noch unklar. Vielleicht hat ihn etwas aufgeregt?“
„Eines war da noch. Es ist zwar nichts, aber als ich gestern Abend gegen Sechs kurz etwas trinken war und zurückkehrte, kam gerade eine alte Dame aus dem Zimmer meines Mannes. Sie sagte, sie hätte sich vertan und suche eigentlich ihren Bruder, der hier irgendwo liegen soll. Sie hatte Blumen dabei und es war ihr sichtlich peinlich.“
„Hat sie gesagt wie ihr Bruder heißt?“
„Nein, sie wollte dann auch schnell gehen, da die Besuchszeit ja eigentlich schon fast um war und sie ihn noch sehen wollte.“
Dr. Lötzsch nickte. Er hatte schon öfters gehört, dass vor allem jüngere Schwestern den Belegungsplan nicht richtig im Kopf hatten und die Angehörigen in falsche Zimmer schickten. Er musste sich dafür bei Gelegenheit mal etwas einfallen lassen.
Helene Korsak überredete er, sich wenigstens aus der Cafeteria etwas fürs Frühstück zu holen und ging noch einen Blick auf Herrn Korsak werfen. Das Bild in dem Zimmer war seit dem Tag der Einlieferung unverändert. Dr. Lötzsch trat an das Bett und blickte auf den Schlafenden hinab.
„Was macht du denn hier für Sachen?“, brummte er väterlich. „Wenn du deine Frau erschrecken willst so wird’ gesund und mach’ das zu Hause aber nicht hier.“ Er zog den Bericht aus seiner Tasche und überflog ihn erneut. Sein Blick fiel erneut auf den enorm hohen Wert an Opiorphin. „Und wenn du schon mal dabei bist, verrate mit mal wo du das ganze Zeug her hast? Mit einer Blutprobe von dir könntest du zum Drogenbaron aufsteigen.“
Die Antwort kam prompt und Dr. Lötzsch zuckte zusammen, als der hohe Ton aufheulte. Herzstillstand.
Marek benutzte für den Abstieg wieder die flache Hangseite, die seinen Weg wie gehabt einen Bogen um die „Weiße Kirche“ schlagen ließ. Seine Lippen waren aufgesprungen, das Haar hing in fettigen Strähnen an der Stirn und der Rücken schmerzte bei jedem Schritt. Aber er war glücklich. Nein, das traf es nicht – vielmehr war er befriedigt und zwar auf eine pervers angenehme Art, wie ein Tier, das sich gerade gepaart hatte. In seinem Rucksack waren neben der geleerten Wasserflasche und dem unangetasteten Leib Brot weitere zehn Seiten dicht beschriebenen Manuskripts. Es hatte nicht lange gedauert, bis es begann. Diesmal fand er seine Eingebungen hinter dem Altar hockend, die Schreibhand über das senkrecht an den weißen Stein gepresste Papier jagend. Zwar hatte er diesmal genug Papier dabei gehabt, um die nächsten zwei Tage durchzuschreiben, aber sein Körper hatte ihm endgültig Einhalt geboten und ihn kurzzeitig schwindelnd in die Knie gezwungen.
Jetzt schwankte er sichtbar erschöpft aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht über den Kirchplatz und bot sicher einen abstoßenden Anblick für jeden Dorfbewohner, der diesen goldenen Septembertag bei einem Plausch auf der Straße genießen wollte. Seitenstraße 12-17 und schon war man zu Hause. Beim Öffnen der Tür hörte er ein Geräusch aus dem Garten hinterm Haus. Marek ging herum. Vor ihm stand Heike und ließ gerade die Maurerkelle in den Bottich mit Mörtel fallen. Frederik spielte daneben im Sand und sah so aus, als habe er kräftig mitgeholfen.
‚Scheiße’, dachte Marek. Er hatte die Verabredung völlig vergessen. Sie beide wollten ja am Mittag die Hauswand verputzen. Ein Blick auf die Wand zeigte Marek, dass Heike das gemeinsame Vorhaben bereits vollendet hatte. Wie spät war es denn? Um drei? Halb vier?
Heike bat Frederic ins Haus zu gehen um sich zu waschen. „Erklärst du mir wo du warst oder soll ich dich gleich als das Arschloch abstempeln, als das du dich gibst?“, fragte sie als der Kleine außer Hörweite war und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
„Scheiße Heike, das tut mir leid – ich hatte das ganz vergessen.“, stammelte Marek. Heike steckte die Hände in die Taschen ihrer Latzhose und wartete weiter auf eine Antwort.
„Ich war unterwegs. Spazieren und den Kopf freikriegen.“. Das war genauso wenig gelogen, wie glaubhaft. „Ich weiß nicht was ich sagen soll – also ich danke dir.“
„Das kannste dir schenken. Ich hab das nicht für dich gemacht, sondern für Heinz. Deine Mutter versucht sein Stunden dich zu erreichen.“ Marek war schlagartig hellwach. Wo war sein Telefon? Er musste es hier vergessen haben – wie war das möglich?
„Du duschst jetzt, wäschst dir die Haare und dann fahren wir ins Krankenhaus und ich will kein Wort hören.“, Heike hätte vor Wut explodieren können. Ein wenig hatte sie sich auf die gemeinsame Arbeit gefreut und vielleicht hätte sich ja doch noch eine Situation wie die gestern Nacht auf dem Dach ergeben? Aber daran dachte sie jetzt nicht mehr.
„Ich hätte nicht gedacht, dass du so scheiß unzuverlässig bist. Deine Mutter hatte dich lediglich darum gebeten, etwas für deinen Vater zu erledigen und ich versau’ mir auch noch den Samstag damit.“, fuhr sie enttäuscht fort. Sie hätte ihn nach Strich und Faden zur Sau machen können, aber sie wollte sich mäßigen, da sie um den Herzstillstand seines Vaters wusste.
„Was ist passiert“, fragte Marek und dunkle Schatten legten sich auf sein Herz um Furcht zu sähen.
„Sie mussten deinen Vater reanimieren. Einmal heute Nacht und einmal vor zwei Stunden. Dein Mutter ist völlig am Ende, also schwing jetzt deinen verwöhnten Arsch ins Haus und mach’ hin. Ich wäre schon lange da, wenn ich nicht auf dich hätte warten müssen.“
Marek konnte nur noch gehorchen. In Gedanken blind ließ er das nötige Maß an Körperhygiene walten und saß nur zehn Minuten später neben Heike im Auto. Vorbei an den besorgten Blicken von Günther Thomak, der sich um Frederik kümmern sollte und ein paar anderen Dorfbewohnern raste der Wagen viel zu schnell über die Hauptstraße und hinaus Richtung Stadt.
„Es tut mir leid.“, erhob Marek seine Stimme. „Bitte erzähl’ meiner Mutter nichts davon.“
Heike sah ihn unsicher an: „Du bist erbärmlich.“
Der Rest der Fahrt verlief schweigend.
Ihr Sohn erblasste, als er Helene Korsak sah. Ähnlich wie Dr. Lötzsch einige Stunden zuvor hatte er Angst seine Umarmung könne sie zerbrechen. Marek musste nicht fragen. Ein Blick genügte.
„Sie haben ihn stabilisiert aber das war jetzt schon das zweite Mal und heute Nacht hatte er-“, Marek drückte sie an sich, damit sie ihre Tränen verbergen konnte. Er sah über ihre Schulter zu Heike, doch die vermied den Kontakt. Bitter war der Geschmack in seinem Mund und er schämte sich auf jede erdenkliche Weise.
Helene fuhr fort: „Die Geräte haben heute Nacht Alarm geschlagen und so komische Werte angezeigt. Die Schwestern haben mich dann nach draußen geschickt und es hat so lange gedauert, bis ich wieder zu ihm konnte. Warum gehst du nicht an dein Telefon? Ich versteh’ nicht warum du nicht erreichbar warst! Heike wusste auch nicht wo du bist!“
„Tut mir leid“, flüsterte Marek. Er sah sich außerstande die letzten Tage zu erklären, also beließ er es bei der Entschuldigung.
„Ich möchte mit dem Arzt sprechen. Ist das OK?“ Marek übergab seine Mutter an Heike und ließ sich von den letzten Ereignissen berichten. Laut Dr. Lötzsch war es diesmal nur ein „kurzer Aussetzer“ und kein so starker Zwischenfall wie in der Nacht, aber dies alles verschlechterten die Chancen auf eine baldige Genesung.
„Nehmen Sie ihre Mutter mit und kümmern Sie sich eine Weile um sie. Sonst müssen wir bald ein zweites Zimmer für sie frei machen.“, nahm er Marek ins Gebet, der gehorsam nickte. Dann ging Marek zu dem alten Herrn. Er saß neben dem Bett und war so voller Scham, dass selbst seine Gedanken keine geeigneten Worte fanden. Die „Dunkle Kirche“ hatte ihn so stark gerufen, dass er an nichts anderes mehr hatte denken können. Marek versuchte sich auszumalen was er getan hätte, wenn sein Vater gestorben wäre, als er zeitgleich seiner Schreibekstase am Altar nachging. Er konnte es nicht und so schwieg er sowohl mit der Stimme, als auch im Geiste. Kein Versprechen auf Besserung, nicht mal eine Verabschiedung konnte er seinem Vater in Gedanken zusenden. Stattdessen drückte er noch einmal fest seine Hand und verließ das Zimmer.
Der Widerstand der Mutter das Krankenhaus zu verlassen war schnell überwunden. Marek fuhr das Auto seiner Mutter mit ihr als Beifahrerin. Heike fuhr hinterher. Als sie das Dorf erreichten, ging es wieder an neugierigen Blicken vorbei. Vor Heikes Haus ließ sich Frederik von Günther bespielen.
Marek nötigte seine Mutter zu einem Teller Linsensuppe und brachte sie dann zu Bett. Dann saß er eine Weile in der Küche und versuchte seine Gefühlswelt durch Gedanken zu sortieren. Er schämte sich immer noch. Vor seinem Vater, vor seiner Mutter und vor allem vor Heike. Sie hatte eine Entschuldigung verdient. Vielleicht sogar eine Erklärung. Er hörte die Nachbarin draußen mit ihrem Sohn im Garten spielen. Er ging hinaus, sah den beiden eine Weile über den Zaun hinweg zu und wartete geduldig, bis der Kleine ihn entdeckte und mit einem Fingerzeig die Aufmerksamkeit der Mutter auf ihn lenkte.
„Kann ich mal kurz mit dir reden?“, fragte Marek.
Heike hielt inne, überwand sich und forderte Frederik auf einen großen, zeitintensiven Sandkuchen zu backen, den sie dann beide verspeisen könnten. Dann ging sie wortlos zum Zaun, sah Marek in die Augen und wartete. Er hatte ein Funkeln in den schönen braunen Spiegeln erwartet. Wut und Vorwürfe, die ihm entgegen sprühten. Stattdessen blickten sie nur matt und gleichgültig in ihn hinein und das war unangenehmer als jede Standpauke.
‚Sie ist nicht nur enttäuscht. Sie ist verletzt.’, sagte ihm eine Stimme.
„Ich habe jetzt lange überlegt, was ich sagen soll“, setzt er an. „Aber es fällt mir nichts ein. Ich weiß nicht, was in mich gefahren war aber ich finde auch keine Entschuldigung dafür, dich so zu behandeln, nachdem du so für mich da warst.“
Der Wasserstand in Heikes Augen erhöhte sich ein wenig, aber sie würde den Teufel tun, ihm jetzt das schwache Mädchen zu geben. Sie schaute ihn weiter an. Eigentlich hatte Marek jetzt auf eine Gegenreaktion gehofft, auf der er weiter aufbauen konnte. Er musste fortfahren: „Ich will damit sagen – also ich möchte nicht, dass mein Verhalten zwischen uns steht und normalerweise bin ich nicht so, aber diese ganze Situation hier belastet mich enorm. Vielleicht kann ich irgendwann mal mit dir darüber reden – also ich möchte es zumindest, aber ich kann jetzt noch nicht.“
Natürlich interpretierte jeder der beiden diesen Satz anders und das war auch das Ziel des Schriftstellers. Dennoch sollte das nicht eine Inszenierung von Mehrdeutigkeiten werden sondern eine ehrliche Bemühung um Wiedergutmachung.
„Ich schreibe alles auf – schon seit einer Weile.“, fuhr er fort. „Ich sitze da oben an meinem Schreibtisch und schreibe wann immer ich kann und wenn es fertig ist, möchte ich, dass du die Erste bist, die es liest, damit du vielleicht sehen kannst, warum ich dich heute versehentlich versetzt habe und warum ich so bin, wie ich gerade bin. Denn eigentlich bin ich ganz in Ordnung.“, und ein kleines Lächeln stieß auf eisige Blicke. Frederik kam aus der Sandkastenbackstube und präsentierte der Mama einen riesigen Berg Dreck auf einem Plastikteller mit Holunderbeeren und Blättern als Beilage.
„Hier Mama. Der schmeckt total lecker! Den musst du jetzt kosten.“
Heike nahm den Sandkuchen hoch und betrachtete ihn von allen Seiten. Dann reichte sie Marek den Teller über den Zaun. „Koste mal.“, sagte sie. Marek blickte zu Frederik, tat so als würde er sich etwas in den Mund schieben und zeichnete das Werk als Köstlichkeit aus.
„Du hast ja gar nicht probiert!“, protestierte der Kleine zu Recht und Heike unterstrich dies mit ernstem Blick. Marek war etwas verunsichert, kannte Heike dann aber doch so gut, dass er wusste worauf es hinauslief. Also nahm er eine kleine Hand voll Dreck in den Mund und tat so, als würde er gründlich kauen, drauf wartend, dass sich genug Speichel bildete um es herunterschlucken zu können.
„Du musst auch das Gemüse kosten.“, rief der Kleine und verwies auf die Blätter und Beeren. Marek verzog das Gesicht. „Ein Kuchen mit Gemüse? So was gibt’s doch gar nicht.“
„Ist ein Gemüsekuchen.“, sagte Heike ernst und Frederik nickte eifrig, so dass Marek nichts anderes übrig blieb, als noch ein paar Blatter und Beeren mit dem Sand in seinem Magen zu vereinen.
Frederik freute sich diebisch und seiner Mutter entwich nun doch noch ein Lächeln. „Das nächste mal kochst du.“, sagte sie zu Marek, drehte sich um und ging mit dem Sohnemann ins Haus.
